maldita enfermedad
maldita costumbre que vuelves a mi
maldito parpadear hipnotizante
maldita flojera envolvente
maldita temperatura que enfrias mi decision
maldita distancia abrumante
maldita incapacidad compartida
bendecida enfermedad
bendecida costumbre que vuelves a mi
bendecido parpadear hipnotizante
bendecida flojera envolvente
bendecida temperatura que enfrias mi decision
bendecida distancia abrumante
bendecida incapacidad compartida
Mittwoch, 30. April 2014
Mittwoch, 26. März 2014
die Zahl im Schnaps
Wir wollen nicht so tun als ob alles wunderbar rosig duftig sei. Wir wollen ja nicht der Wirklichkeit aus dem Weg gehen. Wir wissen schon wie die ganze Sache läuft, wie es sich abspielt. Was da alles so zerbrochen ist, einfach wie Teller ab Boden zerschellt. So kleine Dinger bleiben eben übrig, und ja, was macht man dann damit? Es ist ja nicht so das wir alle mit Augenklappen und Augenbinden rumlaufen und nur auf uns schauen. Wir wissen schon ziemlich gut bescheid und haben einen klaren Einblick. Verstehen was da so für Möbel 'rum geschleppt werden müssen damit das Zimmer frei ist für neuen kram. Da brauchen wir nicht ein mal unsere Brillen für. Ich mein, wir sind schon etwas Kurzsichtig, aber eben nur für manche Dinge. Anderes sehen wir sehr klar un deutlich. Da haben wir den richtig großen Durchblick. Es ist nur manchmal Anstrengend diesen Durchblick zu haben. Was ich damit sagen will ist nicht das wir nicht mehr hinschauen.
Manchmal ist es eben so, Dinge klappen nicht. Was sag ich da. Das ist ja logisch. Das wissen wir alle, das ist dir auch klar. Nur ist es eben anders wenn es dann einen selbst trifft oder eben dich. Da gehen dann viele Fragen durch den Kopf. Man versteht nicht, oder man schaut nach der Hand die den Teller eben zerschellen lies und versteht trotzdem nichts. Ja, wer war dass denn? Ja... wie denn jetzt...? Also ich komm auch nicht mehr nach. Verzeih mir wenn es so aussah als wäre ich blind, als sähe ich nicht das zerspringen in kleine Teilchen. Ich habe es sehr tief mit erlebt, mit empfunden, mit geweint, mit getrauert. Verzeih mir wenn während der Zeit die Brille etwas schief sass und die Augenklappen da zu sein schienen. Glaub mir und nimm es mir nicht übel. Die Augenklappe war nicht da. Nur der Durst war so stark, die Quelle so erfrischend und ich brauchte Raum zum atmen. Nimm es mir nicht übel. Die Augenbinde war nicht da. Ich wusste sehr genau und hatte selbst keine Kraft mehr. Nimm es mir nicht übel.
Es ist so wie es ist. Wir sehen die Wirklichkeit, wissen bescheid. Aber wir sehen auch mehr als dass. Wir sehen dich - als Menschen. Wir sehen dich als ein ganzes, und dies, so groß es auch sein mag, bist nicht Du. Es ist ein Teil - aber es ist nicht Du. Was du bist - wird von viel grösserem bestimmt. Dass sehen wir. Das feiern wir.
Donnerstag, 27. Februar 2014
der Tümpel
Der kleine Frosch saß wieder auf der anderen Seite von wo
aus er seinen Platz so gut aus beobachten konnte. Ein bisschen nervös war er
schon, da wieder über die Rosenblätter zu springen, außerdem sah es von der
Seite des Tümpels sehr schön aus. Die große Wiese hinter dem Schilf, das
kaputte Becken das schon Jahrzehnte dort lag und ihm oft beim Verstecken
spielen einen sicheren Schutz bot. Von hier konnte er auch die Sonne genießen
wie sie langsam über den Süden zog und sich immer der Erde weiter hin zu neigte
um sie dann sanft zu Küssen und in ihr zu verschwinden, so stellte er sich das
vor. Eigentlich hätte er den Tümpel nie durchschwimmen sollen, denn nachher war
er zu müde um zurück zu rudern und aber zu ängstlich um von Blatt zu Blatt zu
fliegen, denn zum springen waren sie zu weit entfernt. Deshalb genoss er den
Blick auf die neigende Sonne noch, bevor er dann doch wieder rüber musste. Schließlich
konnte er nach Nachtanbruch nicht mehr rumfliegen, das war dann zu gefährlich.
Aber die Nacht dort zu verbringen wollte er auch nicht so recht... obwohl dass
hatte er auch schon gemacht und eigentlich wäre er damals auch fast ganz da
geblieben. Denn der Blick so auf seine Hütte war schöner von hier aus.. und die
Hütte an sich nicht ganz so toll wenn man in ihr rumlungerte. Während er so dahin
grübelte und so ein bisschen die Zeit vergas bemerkte er nicht den Schatten der
über ihm kreiste. Vor dem war er schon mal früher ins Wasser gehüpft und hatte
sich somit vor dem Schnabel retten können. Doch dieses mal war das nicht so.
Freitag, 21. Februar 2014
Ich habe keine Lösung, ich weiss nicht wie die Puzzelteilchen zusammen passen sollen und wie sie ein Bild darstellen sollen. Es scheint mir jedes Teilchen sei an seine eigene Zeit gebunden und bald verliert es sich wieder unter den Sekunden. Ich weiss nicht wie Wünsche, Sehnsüchte und Vorstellungen gemeinsam einen Weg wandern sollen, wann dieser Weg seinen Lauf nimmt, zu welcher Stunde das Tor sich öffnet, falls es sich öffnet. Es sollte ein schöner Weg sein, Herzerfüllend, Sehnsüchte stillend.
Ich habe keine Lösung, Jahre verschoben - Vorstellungen gehen im See baden, oder im Meer. Kann man mit unerfüllten Sehnsüchten leben? Wie stark muss die Sehnsucht sein damit sie Lebenswichtig ist und nicht erlischt im Alltag?
Dienstag, 18. Februar 2014
Dr Chly Prinz
der kleine Prinz
hatte gerade nach
den Dornen der Rose gefragt,
den Dornen der Rose gefragt,
doch ging seine Frage unter
im getümmel der Worte
die Katze lag faul auf ihrem Kissen
während ihre Pfoten
leicht über den Rand blickten
hielt sie ihre Augen geschlossen
ihre Ohren jedoch, ruhten
der Stille der Nacht entgegen
der Stille der Nacht entgegen
im Untergeschoss
hatte sich
das letzte Kapitel
verabschiedet
das letzte Kapitel
verabschiedet
der Lift
hatte die Hintertüre
frei gelassen,
hatte die Hintertüre
frei gelassen,
so dass das Geheimniss
nicht mehr geheim war
nicht mehr geheim war
die Tassen waren leer,
der Tee ausgetrunken,
die Hände leicht gewärmt
doch der kleine Prinz
liess nie locker
wenn er
eine Frage gestellt hatte
eine Frage gestellt hatte
so fragte er noch mal
und das Bild
stand klar vor Augen
stand klar vor Augen
ein Bett, weisse Laken, Stühle, Stille
eine bekannte Geschichte,
immer wiederholend,
immer neu, anders, bekannt
Landschaften zieren
die Gedanken
die Gedanken
die langsam
durch die Gleise ziehen
durch die Gleise ziehen
Träge hängen sie
in der Luft
in der Luft
während der Zug
schon längst durchgefahren ist
Photography by ©Rahel Gysel
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