Man schreibt die frühen neunziger Jahre. Ein dunkler, kalter Winterabend, mit einem Wind der einem um die Ohren saust, die Haare erhebt und das Herze bebt.
Ein Fenster schimmert leuchtend in der Nacht, hinter leichtem Vorhang kommen die Tasten unter jene verspielten und geübten Finger, die samt ihr Spiel vortragen.
Es kommt die Zeit da die kälte vergessen ist, der Gesang die Luft erwärmt und der träge Magen angehitzt wird.
Die sanfte Creme, die harte Haltung, das leichte zerschmelzen des Abends.
Erzählt die tiefe Stimme die Geschichte der Zeit, die Augen ruhen in der dunklen Nacht, verlieren sich in der liebe des Blickes.
Ein tragender arm, ein lenkender Hauch trägt bald mit sich die Unbeweglichkeit der kälte.
Die trübe Luft, schwer der wärme wegen, empfängt kaum getrost den Atem, ein Atem voller Sehnsucht, gespannt von Hoffnung und feucht von tränen.
Kleine Zeiger, geschnitzt voll Zärtlichkeit, Wandern im Kreis den Tag entlang, des Nachts rennen sie weiter der Sonne entgegen.
Müde die Augen, schwer das Herz am Tage, die Seele schläft weiter, in der gewissen Hoffnung die Leichtigkeit wieder zu entdecken.
Ein Fenster schimmert leuchtend in der Nacht, hinter leichtem Vorhang kommen die braunen festen Kugeln in die sanften Finger.
Ein letztes mal rollen sie leicht, schmecken sie schon, zum letzten mal in dieser Nacht versüßen sie die Hoffnung des Herzens, versiegeln den Schmerz im Meere.
Photography by ©Rahel Gysel