Donnerstag, 4. Februar 2016

Ittigen


Herr L. hat Werkunterricht in der 6. Klasse. Die Werkräume sind im dazugehörigem Bauhernhaus. In diesem sind heute alle Werkräume, um Stein, Holz oder anderes, zu bearbeiten. Als erstes werden Holzbalken an den Werktischen befestigt. Herr L. zeigt, wie sie einen Nagel einschlagen sollen und wie sie diesen wieder herausziehen können. Jeder SuS soll dies üben. Es gibt einen kleinen Wettkampf wer am wenigsten Schläge braucht. Während die SuS dies üben, gehe ich in den anderen Werkraum. Hier sind die Oberstufenklässler und jeder macht seine Gitarre! Ich kann es kaum glauben. Da sitzen sie an Werktischen mit Gitarrenkörpern, schmirgeln, sägen, kleben. Einige machen E-Gitarren, die meisten aber Akustische. Die Gitarren sind wunderschön. Sie haben alles selber. Im Werkraum stehen auch Lampen von Schülern und andere Dinge. Nach dem ich mich mit einer Schülerin unterhalten habe und sie ein paar Dinge zum Gitarrenbau gefragt habe, gehe ich wieder in den anderen Werksaal. Herr L. sagt, unser Gast muss jetzt noch einen Nagel einschlagen. Ich schaffe es mit 12 Schlägen. Der beste hat es mit 8 geschafft, und die meisten Schläge lagen über 30.  An einem Tisch zeigt Herr L. wie man gerade sägen kann. Mit einem rechten Winkel zeichnet er eine Linie auf alle vier Seiten der Holzstange. Dann sägt er eine Fläche ein, dreht das Holz und sägt ganz durch. Die markierte Stelle dient als Spur um gerade zu sägen. Nun holt jeder sein Stück Holz und arbeitet an seinem Klüpfel weiter. Herr L. gibt mir ein Stück Holz damit ich dies auch bearbeiten kann. Zu erst muss ich das Holz runden, zylinderförmig. Dies mache ich mit einem Stecheisen und einem Klüpfel. Mit zweiterem schlage ich auf das Stecheisen um so Holzscheite abzuheben. Wir arbeiten bis 15.30 Uhr an unseren Klüpfeln. Dann räumen wir auf. Erst werden alle Werkzeuge weggebracht, jeder bringt seinen Klüpfel ins Regal und dann wird der Besen gefegt und alle Holzstücke und Holzspäne wird weggeräumt.


Photography by ©Rahel Gysel