Dienstag, 6. Dezember 2011

Die kleinen Zettel

Man könnte sagen das es schon lange her ist. Damals als alles grad wieder wie ein unübersichtlicher Wald aussah. Nicht wie ein Dschungel, ein Wald. Dunkel, verhangen und ab und zu Sonnenstrahlen die es schaffen auf den Erdboden zu gelangen. Ich könnte sagen es gibt ein vorher und ein danach. Es hat einfach zu viel verändert. Ob das jetzt gut oder schlecht war - wollte ich nicht entscheiden. So war es halt. Ein grosser Einschnitt für alle Beteiligten. Für einige sicher härter als für andere. Das kann ich nicht beurteilen. Dass muss schon jeder selber wissen wie er damit klargekommen ist. Ich bin eigentlich gar nicht klar gekommen. Erst ein mal war es halt einfach so. Was danach noch alles kam, ja wenn ich das gewusst hätte... Wäre ich wahrscheinlich geflohen. Doch jetzt, da das hinter uns liegt, weiss ich, dass ich da nicht allein durchmusste. Alle waren ein bisschen wo anders beschäftigt und so wurde der Schmetterling wieder zur Puppe. Wartete auf einen besseren moment um die Flügel neu auszubreiten. Ja es war schon ein Einschnitt. Ein Wechsel. Da muss man sich dann auch ändern. Sonst kommt man mit dem Wechsel ja nicht klar. Aber das hat dann auch geklappt. Mehr oder weniger. Irgendwie musste man da einen Weg durchfinden, diese Dinge doch noch irgendwie abzulegen und die nicht auf die Schubkarre zu packen. Sonst wär' die dann voll gewesen, da hätt' man gar nichts mehr gesehen. Aber die wurden einfach abgelegt. In deine Hände. Allein hätte ich das niemals geschafft. Und die Menschen hab' ich auch nicht dran teilnehmen lassen. War sowieso zu viel los. Also bekamen die kleinen Dinger halt was um ihren Weg nicht in den Mülleimer zu finden.
Naja, vielleicht war dass gar nicht die Zettel-Zeit. Die könnten in eine ganz andere Geschichte gehören. Die halfen dann klarheit zu schaffen und nicht immer nur Wut zu empfinden. Sondern auch mal zu erkennen was es denn wirklich ist. Ach, ist ja egal wenn du das nicht verstehst mit den Zettelchen. Ist ja auch mein Erlebniss. Wenn ich das schreib dann nicht damit du das verstehst was ich da jetzt alles meine, viel sag ich sowieso nicht was du verstehen könntest. Mehr halt um mich daran zu Erinnern wie das war. Mit dem Einschnitt und den Zettelchen. Das hat mich sogar überrascht, ich hatte schlimmeres erwartet. Dabei waren die ganz schön positiv. Manchmal sieht man die Dinge eben schlimmer als sie sind. Tja, einfach Zettel schreiben und dir vertrauen. Ach ja, ich weiss... ich würde anders schreiben wären die Worte nur für meine Augen da. Aber meine Art ist es nun mal, nicht klar zu schreiben. Eines Tages werde ich lesen und nicht verstehen was ich meinte. Denn ich weiss das Erinnerungen leider vergehen, Gefühle vergehen, nicht einmal Worte können sie ausdrücken so wie sie waren. Die Sprache hat eben auch seine Grenzen. Wenn ich dann lese und gar nicht das empfinde was ich schreiben wollte und alles keinen Sinn ergibt weiss ich dass ich schrieb um Gedanken abzulegen, geordnet aber nur so halb. Aber das soll ja auch nicht einen Nobel-Preis kriegen sondern mir helfen.