Freitag, 8. Januar 2016

Heidelberg

Ich wollte heute vom Schloss aus, durch die Innenstadt und mir die verschiedenen Kirchen, Plätze, usw., anschauen. Doch als wir morgens früh von der Jugendherberge losliefen, sahen wir, dass der Himmel strahlend blau war und die Sonne schon bald über die Berge kommen würde. So entschlossen wir, am Neckar, entlang der Uferstrasse, über die Theodor-Heusser-Brücke am anderen Neckarufer, über den Neckarstaden bis zur Karl-Theodor Brücke (alte Brücke), zu laufen. Als wir an der Grasfläche, bei der Unterstrasse, entlang liefen, konnten wir die vielen Gänse beobachten die sich dort aufhielten. Wir blieben stehen und beobachteten sie. Eine Gans kam auf uns zu und dann wurde diese von einer anderen angegriffen. Sehr schaulustig. Wir liefen weiter bis zur Theodor-Heuss Brücke, über den Neckarstaden bis wir zur Stadhalle/Kongressezentrum kamen. Hier werden auch Events organisiert, deshalb auch der Name Kongresszentrum, bzw, man kann die Säle mieten um dort ein Event zu feiern. Gegenüber vom Kongresszentrum ist der "Hafen", bzw, Schiffsanlegestelle. Von hier aus kann man Rundfahrten auf dem Neckar machen. Doch wir wollten weiter uns den Marstall anschauen. Soweit wir verstanden haben, ist dies der ehemalige Stall in dem die Pferde ihr zu Hause hatten. Wir konnten die "alte Brücke" schon sehen, doch wir hielten noch bei der Skulptur an, die vor dem Brückentor auf linker Seite ist und unter dem Namen Der Affe bekannt ist. In Wikipedia erhält man folgende Basisinfo zur Brücke: “Die Karl-Theodor-Brücke, besser bekannt als Alte Brücke, ist eine Brücke über den Neckar in Heidelberg. Sie verbindet die Altstadt mit dem gegenüberliegenden Neckarufer am östlichen Ende des Stadtteils Neuenheim. Die Alte Brücke aus Neckartäler Sandstein wurde 1788 unter Kurfürst Karl Theodor als insgesamt neunte Brücke an dieser Stelle errichtet. Heute gehört sie zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Heidelbergs.” Zum Affen steht in Wikipedia “Am ehemaligen nördlichen Brückenturm war ab dem frühen 17. Jahrhundert das Relief eines Affen angebracht, der sich ans Hinterteil fasste und sich gleichzeitig einen Spiegel vorhielt. Dieses Motiv geht ikonografisch vermutlich auf einen älteren Stadtaffen zurück, der sich an anderer Stelle der Stadt befunden hatte.” Eigentlich wollte ich weiter zum Schloss. Doch da dies nicht mein erster Heidelberg Besuch ist und ich bei jedem Besuch zum Schloss ging, hatte ich mehr Lust den Philosophenweg kennen zu lernen. Da sich das Wetter anbot, gingen wir also über die "alte Brücke", genossen den Blick auf das Schloss und die Berge auf beiden Seiten des Neckar’s. Über den Schlangenweg gelangen wir auf den Philosophenweg. Dieser Schlangenweg beeindruckte mich sehr. Ein kleines Gässchen das am Berg entlang sich einen Weg sucht. Mit Treppchen, Aussichtspunkten, Moos bewachsene Steine. Weiter gingen wir zur Hölderlinanlage. Hier konnten wir die erste Strophe des Gedichtes “Ode an Heidelberg” lesen. Diese Strophe beschreibt die Liebe zur Stadt Heidelberg:

Lange lieb ich dich schon, möchte dich, mir zur Lust,
Mutter nennen und dir schenken ein kunstlos Lied,
Du, der Vaterlandsstädte
Ländlichschönste, so viel ich sah.

Anschließend kamen wir zur Odenwälderhütte. Diese war jedoch eher langweilig, eine offene Hütte zum rasten, nichts besonderes. Wir bogen auf den Brandplattenweg und dann zur Meriankanzel. Hier konnten wir auf die gegenüberliegende Seite des Neckars blicken, doch die Sonne blendete uns etwas. Es gab auch eine Tafel auf der eine Photographie befestigt war, auf der Heidelberg vor einem Brand, bzw, Zerstörung, zu sehen war. Wir kamen auf den oberen Brandplattenweg und liefen zum Aussichtsturmweg bis wir zur Strasse kamen und bis zum Heidenloch liefen. Wir waren sehr gespannt, was dies wohl sei. Als wir da waren, konnten wir ein rundes Dächchen ausmachen in dem ein verdecktes Loch zu vermuten war. Wie wir auf der Informationstafel lesen konnten, hieß es, die Heiden hätten diese Löcher gegraben und der Teufel lebe dort. Was uns jedoch mehr beeindruckte, war der Turm den wir etwas weiter erblickten. Die Ruine des Stephansklosters auf dem Heiligenberg. Eine Steintafel informiert über das Baujahr: 1094. Vor sehr langer Zeit. Erst liefen wir über die Ruine. Die ehemalige "Kirche" und durch die anderen "Räume". Zum Schluss noch auf den Turm. Hier hatten wir eine herrliche Aussicht. Die Sonne stand schon etwas höher und blendete uns nicht mehr so stark. Wir konnten das Schloss und die Umgebung gut erkennen. Da es schon bald Mittagszeit war und wir zur Jugendherberge zurück wollten, liefen wir über den Heiligenbergweg zurück. Wir kamen noch beim Fuchsrondell vorbei von wo wir eine Aussicht auf andere Gebirge Heidelbergs hatten: Neuenheim, Bergheim, Wieblingen. Weiter ging es über den Brandplattenweg, dem Oberen Philosophenweg bis zur Bismarcksäule, ein Denkmal geschützter Aussichtsturm. Der Weg führte uns am Philosophengärtchen vorbei. Doch da Winter ist, war nicht viel zu sehen. Einige Bäume waren eingewickelt um sie vor der Kälte zu schützen. Über den Philosophenweg gingen wir weiter bis auf die Ladenburgerstrasse. Dort trafen wir, an der Kreuzung Lutherstrasse, auf eine kleine mittelalterliche Kirche. Wir wissen nicht genau ob diese aus dem Mittelalter stammt. Aber sie sieht so aus. Sehr klein stand sie dort auf dem Marktplatz. Wir liefen weiter bis zur Jahnstrasse, über die Berliner Strasse zurück zur Jugendherberge. Fazit: Wir lernten mehrere Merkmale Heidelbergs kennen und den wunderschönen Waldweg am Michelsberg. Ein sehr schöner Tag.