Sonntag, 25. Mai 2014

Mauer


Collage by ©Rahel Gysel


Wenn du meinst eine Mauer 
steht für immer im Horizont,
stellt sich zwischen das vereinte
ist unendlich hoch, weit und lang
und hält die Vögel auf


dann schau dir die Blume an,
wie sie wächst an roten Ziegeln,
sich haltend streckt - zur Sonne blickt
schützend vor jedem fremden Blick
- nimm sie als Beispiel mit.





Mittwoch, 7. Mai 2014

Kopfkultur

Ich finde das ja gut und schön, ja  wichtig sogar das man lernt seine Gefühle auszudrücken. Es ist ja wichtig das man die Dinge, die im inneren von einem selbst so wirr da stehen, oder liegen, fliegen oder rennen oder wie auch immer die sich da drinnen verhalten wollen, also, es ist wichtig das man dem wirr eine Ordnung gibt. Denn sonst sieht das ja wirklich sehr unübersichtlich aus. Stell dir dass mal vor. Die Traurigkeit rast nur so herum, und plötzlich trifft sie die Freude, die vor Freude nur so hüpft. Ja, was macht denn da die Traurigkeit, wenn sie die trifft? Die kann doch nicht einfach so tun als würde sie die vor Freude hüpfende Freude nicht sehen..!? Ich meine das geht doch nicht! Oder stell dir vor der Mut fährt Einrad und plötzlich legt sich die Trauer so vor den nieder. Da kann der Mut ja nicht mehr mutig sein und einfach drüber fahren, da muss er dann anhalten, seinen mut, also eigentlich sich selbst, weglegen, und sich um diese daliegende trauer kümmern. Aber dann ist der Mut ja nicht der Mut, dann ist er ja ... Barmherzigkeit, oder Nächstenliebe oder .... Ja ... also das würde dann eben chaotisch da drinnen aussehen, wenn man die Dinge nicht ausspricht. Wenn man sie ausspricht dann bleibt jeder wer er ist (oder vielleicht ist es gerade da, wenn man es ausspricht, das sich der Mut der Trauer hingibt..?) Ich finde es also gut. Und dazu auch schön wenn man die Fähigkeit hat es schön und klang haft zu sagen, also nicht nur die Worte und Satz-versuche so aus sich raus kullern zu lassen, sondern sie sogar gekonnt auf das Seil setzen kann, sodass sie über den Abgrund der Unsicherheit auf die andere Seite balancieren können und hoffnungsvoll vom anderen entgegengenommen werden können. Wunderbar wie das klingt! Und das Bild, das einem da vor Augen steht. Wie die Wörter, schüchtern rein blicken, den Blick hoffnungsvoll nach vorn gerichtet und das Ohr aufmerksam nach hinten gerichtet wer da jetzt als nächstes rausgezaubert kommt. Das ist wirklich eine gekonnte Sache. Manche kommen schon als Redner, Dichter, Schreiber auf die Welt und suchen richtig entschlossen nach Situationen um ihr ganzes Können dar geben zu können. Andere müsse es sich eben erarbeiten, unter beben, zittern und schwitzen brechen die Worte heraus, rasen wieder zurück und treffen plötzlich auf die Angst die alle einfangen zu versucht bis dann der Mut auf die Angst hüpft und das Wort doch noch zu Worte kommt. Ja man kann ja nicht mit allen Dingen geboren werde, ein paar Angewohnheiten sollte man sich eben erst nachher angewöhnen (andere besser nie) oder eben antrainieren. Wir können ja daran Arbeiten, die Worte polieren, glänzen lassen, sie schmücken und vergolden und ach ja, schöner als jeden Schmuck werden lassen. Ich finde es also gut das die Dinge ausgesprochen werden. Ich finde es auch gut das man das gut findet, also das man Gesagte Worte entgegen nimmt. Stellen sie sich doch die armen Worte vor wie sie unsicher auf dem Seil über dem Abgrund der Unsicherheit balancieren und einem hoffnungsvoll entgegen gucken, mit Kulleraugen! Also da muss man sie einfach annehmen. Was die Worte dann im Kopf von einem selbst anstellen ... Naja ... Das ist ja schon wieder etwas ganz anderes. 

Wenn wir also Menschen sind die unsere Worte beherrschen und auch wissen das diese im Kopf der Anderen irgend welche krummen Dinge anstellen können und wir dazu noch die Fähigkeit haben mit Worten toll um zu gehen (sei es nun von Geburt aus oder schwitzend erlernt) dann können wir die Worte doch auch zähmen. Wir wollen doch nicht das sie im Kopf des anderen irgendwie Radau machen und die Kopfkultur dort durcheinanderbringen. Da kann man dann sogar mal ein paar Worte fallen lassen. Nicht in den Abgrund der Unsicherheit! Nein die armen Worte! Wir lassen sie nur wieder zurück in die sichere wärme unseres Mundes fallen.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Me encanta Santiago. Me gusta cuando sales a las calles y te encuentras con esa soledad que solo una gran capital te puede dar. Solo aquí puedes encontrar esa luz gris que anuncia un día lleno de sorpresas, lleno de ansias de llover, lleno de viento cálido, lleno de hojas que crujen al pasar. No hay nada como levantarse antes de salir el sol para pasear por las calles con un perro lleno de energía que inicialmente intenta dominar el andar pero luego se entrega al guiar del amo. No existe sensación aquella como la de mirar las montañas y ver suavemente su silueta, cada vez mas clara y nítida cuando en un momento ya no vez nada por la fuerza con la que irrumpe el sol sobre la ciudad colorida cegándote por un instante. Me encanta cuando al caminar te desean un buenos días con una sonrisa en el rostro sigues caminando debajo de la carpa roja, amarillenta y en algunas partes incluso invertida en el suelo. Solo acá encuentras la espera interminable de la tierra sedienta que se regocija ante el sonido de la lluvia de pequeñas gotas que evaporan antes de redimir la tierra. Aquí encuentras el silencio matutino que anhelas entre el ajetreo semanal. Aquí encuentras la carcajada del zorzal enamorado. Aquí encuentras flores en el cemento. Es un lugar que amo en días festivos.