Montag, 31. Dezember 2012

My Wish

May the holes in your walls be long gone and may the cold winter stay out of your life.
May God’s warmth keep you and his peace hold you, his light guide you and his love save you.
Saying happy new year kind of feels so lame, wishing you strength for the year no matter what - seems more appropriate to me!
And may you travel long distances and get to know new places and see familiar faces!


Suppenlöffel

Die Haut löst sich langsam, die Falten verlieren sich auf dem Dach.
Es ist ein langer Weg, Staub wirbelt auf, verfängt sich in der Nacht,
treibt das singen der Vögel hinaus. Lautes tropfen gegen das verschmierte Fenster, kleines klopfen an der Tür. Vier Saiten die nicht schwingen, lange Jahre unterm Tuche schlummern. Blumen blühen auf in der Sonne während der Hocker die Kraft verliert sie zu halten. Es rennen die Pfoten durch das lange Gras bis hin zum trüben Wasser suchen sie sich einen Weg. Himbeeren verschrecken vor dem Schrei, Fische tauchen ab. Die Wellen werden kleiner, ziehen sich davon. Hören sie Saiten schwingen, Beine kreisen. Stimmen klingen in der Nacht davon. 

Schneeflocken die trübe hängen, beleuchtet von der einsamen Straßenlampe, riechen sie die Winterzeit im Lebkuchen-haus. Leere Wege, nachts die Sterne sehnen sich dem Horizont entgegen. Schwingen heben sich vom Wind getrieben, halten doch die Träume nicht in sich. Dünne Seiten, kleine Worte, brennen ein, holen die Gedanken. Sachte verdunkelt durch den Sonnen Schein, verliert sich schnell die kälte. Ringe werden gebunden, Ringe werden verschlossen. Holz angepasst, nicht zu passen. Steigen Noten auf in die Wolken, fallen runter als Regentropfen in die Haare. Uhren ticken den Rhythmus der inneren Bilder vor, verliert sich die Sehnsucht der Strasse, singt der Vogel sein Morgenlied.



 Photography by ©Rahel Gysel

Samstag, 29. Dezember 2012

Prima Blume

Eine zweite Mutter warst du mir,
ein erstes Kind ich dir.
Wie du wollte ich sein,
ein zweites du, erschein'.

Dein Weg wolltest du gehen
in andere Länder ziehen.
erweckte meine Tränen
dich weit Weg zu ahnen.

Anders als geplant,
anders als erwartet,
anders als erhofft,
anders als erwünscht.

Bäume wurden dicht,
vertrieben das Sonnenlicht.
Nebel machte sich auf
du kamst nicht hinauf.

Dem Wasser entfliehen,
vor Wellen dich entziehen.

Doch deine Sonne wird nicht mehr Untergehen
Dein Mond nicht den Schein verlieren.




Dir wünsche ich von ganzem Herzen Frieden.
Dir wünsche ich von ganzem Herzen Kraft.
Dir wünsche ich von ganzem Herzen Ruhe.
Dir Wünsche ich von ganzem Herzen Geduld.

Dein Wert ist gesichert, niemand kann das ändern.
Dein Wert bleibt gleich, Worte prallen ab.
Dein Wert unvergleichbar bleibt.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Gibt es sie?

Wo ist die heile Welt nach der ich mich sehne,
in der die Unsicherheit kein teil der Wirklichkeit ist. 
In der Klarheit und Verständnis herrscht, 
in der das Unmögliche möglich wird.

Wo ist das heile Wort nach dem ich mich sehne,
bei dem Missverständnisse nicht auftauchen.
Das richtige Wort zur rechten Zeit zu vernehmen,
das rechte Wort zur richtigen Zeit zu sprechen.

Wo ist die heile Hoffnung an die ich mich kralle,
um nicht ins Bodenlose zu geraten.
Die mich hält und meine Sonne scheinen lässt
auch am dunkelsten Tag.

Wo ist der Friede nach dem ich durste,
wenn die Wüste unüberschaubar trocken brennt.
Mich austrocknet und trocken hält
und keine Blumen wachsen lässt.

Wo ist die Liebe nach der ich mich sehne,
dass mein Herz zerspringt die Seele.
Bei der ich mich sicher geborgen fühle
wenn die Wüsten einbrechen.


 Photography by ©Rahel Gysel


Sonntag, 9. Dezember 2012

Wiähnacht

Eine Treppe in einer dunklen Winternacht.
Tiefer Schnee auf den Strassen, auf dem Feld.
Ein Schwarzer Esel scharrt im Stall,
die Kühe stehen im Schlaf.
Der Zopf ist gebacken
der duft steigt hinauf
verkriecht sich in den Betten
der Kinderlein.
Die Nacht ist so klar, der Schnee ist so warm.
Noten ertönen falsch gespielt.
Wachsstifte malen bunt die Tiere
geben dem Tiger Farbe
orange und schwarz und eine weiße Nase
ruht er im Dreieck Schnee 
und erhofft gebackene Haferflocken
zum Weihnacht-Tee.





Samstag, 1. Dezember 2012

The Day

Foggy day in Santiago town
makes me leave my bike at home
I turn by the sound of my name
and see your smile in the blue frame
people like sardine's pass by
a few steps under the drops
mix with bad Coffe
taking my sleepiness away
I see that a cap stops,
a lost cap from Norway

There we stand
dressed up.
There we stand
nerves are gone.
There we stand
it's time to speak.
There we stand
we can no other.

Out we go into the soft sun.
It's over now.

Same dress, big green waterproof bag
a little rabbit I see
Roses 

 Photography by ©Rahel Gysel