Freitag, 30. März 2012

Re Conoce

Gerne würde ich Worte sagen die dir weh tun. Worte die dir die Augen öffnen. Worte mit denen du dein Benehmen begreifst. Ich wollte dir die Dinge ins Gedächtniss rufen die dir klarmachen dass du nicht mehr die bist die du warst. Die du zeigtest zu sein. Irgendetwas muss doch den Schalter betätigt haben dass deine Decken abfielen und deine nackte Haut, Schicht für Schicht, sichtbar für uns machte. Deine Haut voll unklarer Falten, mit Flecken die die Silhouette nicht klar erkennen lassen. Eine Haut wie die eines alten Mannes der zu viele Jahre dem Wind entgegen sah und sich der Sonne entgegen streckte. Doch deine Haut strahlt diese Sonne nicht wieder. Es sind nicht Stolze Falten die dich zieren. Falten des Schemrzes, Falten der Undankbarkeit. Falten des abgerutschten Stolzes, Falten die du nicht umsorgt hast, nicht liebkost hast. Falten die bis in deine Seele dringen und sie spalten, teilen. Deine Haut hat dich im Griff, die Kontrolle hast du abgegen, ergeben hast du dich. Du hast zugelassen das sich die Falten zu einem Mantel aus blei geformt haben den du trägst als dein eigenes recht. Wenn du dich anblickst, im Spiegel oder nicht, ist der Mantel mit deiner Haut verschmolzen. Du siehst es nicht an dir. Die bleiernen Falten, die tiefe Spalten in dich graben.

Das Gewicht vom Blei erdrückt dich. 
Du erkennst deine eigene Last trotzdem nicht. 
Für dich ist es als ob jemand sich dir anhängt der Mäntel übereinander trägt und sich bei dir einhakt um weiter zu gehen. Ein totaler Versager. Für dich liegt das Unglück deines Lebens, die Falten deiner Seele, nicht bei dir. Du bist ein armes Opfer, ein unschuldiges Opfer das anderer wegen leidet.

Siehst du nicht die Ironie? Ich wollte sprechen Worte die deine Falten heraus heben. Worte die dir weh tun.
Weisst du aber...? Ich habe gelernt. Ich habe gelernt froh zu sein. Dass ich verstehen kann und mitfühlen kann, dass deine Spalten mich jedoch nicht spalten müssen. Ich habe mich Entschlossen nicht auf deiner Seite zu kämpfen. Meine Pflicht, mehr jedoch, mein Wunsch ist es andere zu stärken.

Worte die wehtun nützten nichts. Es gibt nur etwas das dich aus deiner Starrheit holen kann. Die Augen hast du schon lange aufgemacht, du lässt aber nicht zu das sie etwas erkennen.

Du wirst meine Zeilen nicht verstehen. 
Du wirst das Spiel nicht spielen können.
Du wirst die Worte nicht hören.
Du wirst mir nicht wehtun.
Denn er hat mich angezogen mit Kleidern des Heils.

Streiten werde ich nicht mit dir. 
Es ist die Zeit nicht wert.
Meine Zeit lege ich anders an. 
Meine Worte werde ich nicht unbedacht frei lassen.
Wach auf. 
Mach dich klein und rufe in dir deine Vorstellungen von damals vor.
Lass dich verändern. 
Deine Falten können die Sonne wiederspiegeln die sie in deine Haut brannten.